CTA sorgt für klirrende Kälte auf dem Jungfraujoch
Bis zu 5000 Personen am Tag besuchen den Eispalast auf dem Jungfraujoch. Entsprechend hoch ist der Wärmeeintrag, welcher der Touristenattraktion aus purem Eis «einheizt». Zwei neue, massgeschneiderte Kälteanlagen der CTA sorgen für die unverzichtbare Kühlung der Eishöhle. Und haben den dafür nötigen Energieaufwand deutlich reduziert.
Ohne Kühlung würde der Eispalast auf dem Jungfraujoch wegschmelzen
Das Jungfraujoch ist eines der stärksten Touristenmagnete der Schweiz – und mit ihr der Eispalast. Pro Stunde besuchen bis zu 500 Personen die 1000 Quadratmeter grosse Eisgrotte. Jede Person, die die Höhle besucht, «hinterlässt» einen Wärmeeintrag von etwa 100 Watt. Sind 500 Personen im Eispalast, heizen sie die Halle von innen mit stolzen 50 kW. Von aussen macht die Klimaerwärmung dem Eispalast zusätzlich zu schaffen. Ohne aktive Kühlung würde er daher anfangen zu schmelzen.
In Kürze
28/60 kW Leistung
in Module aufgeteilt eingebracht
Projektleiter Swen Lang auf dem Weg zur Anlage. Die Anfahrt ist nur per Bahn möglich.
Andreas Wyss leitet den technischen Unterhalt auf dem Jungfraujoch.
Stabile Kälte und tiefere Betriebskosten
Die bestehende, veraltete Direktverdampfungs-Kälteanlage wurde im Sommer 2018 durch zwei massgeschneiderte Kältemaschinen und eine Wärmepumpe der CTA ersetzt. Die Temperatur im Eispalast wird mit diesen energieeffizienten Anlagen auf −10 °C reguliert. Die Abwärme wird genutzt, um die Kälteregister der Kältemaschinen abzutauen und die Restaurants und das Warmwasser zu erhitzen. Mit der Abwärmenutzung kann der elektrische Energiebedarf spürbar gesenkt werden, was nicht zuletzt auch die Betriebskosten reduziert.Die Maschinen wurden wegen der begrenzten Platzverhältnisse so konstruiert, dass sie in Module aufgeteilt eingebracht werden konnten.